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Update: 25.09.2020

Achtung: Vorübergehender Aufnahmestopp bei TILP!

In den letzten Wochen haben uns dankenswerterweise viele Tausend Wirecard-Geschädigte mit ihrer rechtlichen Vertretung im Insolvenzverfahren der Wirecard AG beauftragt. Derzeit bearbeiten wir mit Hochdruck diese Aufträge, um die Forderungsanmeldungen fristgerecht bis zum 26. Oktober 2020 einzureichen.

Wir bitten daher um Verständnis, dass wir die Bearbeitung von neuen Anfragen derzeit zurückstellen müssen. Alle Anleger, die sich bereits vor dem 25.09.2020 bei uns registriert hatten, sind hiervon selbstverständlich nicht betroffen.

Falls Sie sich ab heute neu bei uns registrieren: Keine Sorge, Sie verpassen derzeit keine Fristen und werden durch eine zeitliche Verzögerung auch keine Rechtsnachteile erleiden!

Die vom Amtsgericht München im Insolvenzverfahren auf den 26.10.2020 gesetzte Frist zur Anmeldung der Forderungen im Insolvenzverfahren ist keine Ausschlussfrist. Anmeldungen sind auch nach Ablauf dieser Frist unproblematisch möglich.

Im Hinblick auf die von uns bei Gericht bereits eingeleiteten Verfahren gegen Ernst & Young sowie gegen die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sind derzeit ebenfalls keine Fristen einzuhalten.

Trotz unseres vorübergehenden Aufnahmestopps können Sie sich gerne weiterhin registrieren und erhalten dann nähere Informationen zum weiteren Verfahrensablauf.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.


Weitere Updates »

WAS IST PASSIERT?

Am 18. Juni 2020 gab die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (EY) als Abschlussprüfer der Wirecard AG (Wirecard) bekannt, dass bei Wirecard über die Existenz von Bankguthaben auf Treuhandkonten in Höhe von insgesamt 1,9 Milliarden Euro keine ausreichenden Prüfungsnachweise zu erlangen waren. Es stellte sich in der Folge heraus, dass Wirecard seit Jahren die Bilanzen manipulierte und es sich um einen Betrugsfall eklatanten Ausmaßes handelt.

Bereits viele Jahre vor dem Bekanntwerden des Bilanzskandals sah sich die Wirecard AG regelmäßig diversen Vorwürfen ausgesetzt, die Bilanzen nicht ordnungsgemäß auszuweisen bzw. diese zu fälschen. Neue und massive Vorwürfe erhob ab Anfang 2019 insbesondere die britische Tageszeitung Financial Times. Fingierte Umsätze (Third Party Acquiring), überhöhte Kaufpreise von Gesellschaften zur Bereicherung von Managern, falsch ausgewiesene Kredite (MCA-Geschäft) und Kreislaufbuchungen (Round-Tripping) über Gesellschaften in den Vereinigten Arabischen Emiraten, auf den Philippinen und in Singapur bildeten nur einen Teil der gegen Wirecard gerichteten Vorwürfe.

Infolge dieser in der Öffentlichkeit erhobenen Vorwürfe von Unregelmäßigkeiten und fragwürdigen Transaktionen verzeichnete die Wirecard-Aktie wiederholt erhebliche Kursverluste. Wirecard stritt die Vorwürfe in der Öffentlichkeit regelmäßig ab. Die BaFin verhängte zwischenzeitlich ein Leerverkaufsverbot.

Der Zahlungsdienstleister gab aufgrund der anhaltenden Kritik aber auch eine unabhängige Untersuchung durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nebst Sondergutachten in Auftrag. Das Sondergutachten, so Wirecard, sollte sämtliche von der Financial Times erhobenen Vorwürfe umfassend und unabhängig aufklären. Die Veröffentlichung des Gutachtens dieser Sonderprüfung wurde mehrfach verschoben.

Als das Sondergutachten schließlich Ende April 2020 veröffentlicht wurde, brach der Kurs der Wirecard-Aktie um ca. 40% ein. Denn anders als es im Markt erwartet wurde, ergibt sich daraus, dass die Vorwürfe nicht vollumfänglich ausgeräumt werden konnten. Die unabhängigen Prüfer gaben vielmehr zu Protokoll, dass sie nicht alle Unterlagen einsehen konnten, sie sprechen von einem „Untersuchungshemmnis“. Viele Fragen blieben offen.

KPMG konnte z.B. keine fundierten Aussagen zu der Höhe und der Existenz von Umsatzerlösen aus sogenannten TPA-Geschäftsbeziehungen treffen. Begründet wurde dies mit Mängeln in der internen Organisation bei Wirecard sowie der fehlenden Bereitschaft von Partnerfirmen, umfassend und transparent mitzuwirken. Auch Zahlungen in Höhe von einer Milliarde Euro auf Treuhandkonten konnten nicht gänzlich nachvollzogen werden.

Schließlich hat der langjährige Wirecard-Abschlussprüfer EY im Anschluss an diese Vorgänge am 18. Juni 2020 erstmals das Testat verweigert. Es habe keine ausreichenden Nachweise für Guthaben in Höhe von 1,9 Milliarden Euro auf Treuhandkonten gegeben. Am 22. Juni 2020 erklärte Wirecard, dass die Konten vermutlich nicht existieren. Diese Vermutung bewahrheitete sich kurze Zeit später. Der Vorstand für das operative Geschäft, Jan Marsalek, wurde entlassen. Am 25. Juni meldete Wirecard Insolvenz an. Am 25. August 2020 hat das Amtsgericht München das Insolvenzverfahren über Wirecard eröffnet.

Der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) lagen bereits lange zuvor zahlreiche Hinweise vor, dennoch unternahm sie lange Zeit nichts. Auch die Wirtschaftsprüfer von EY hatten – trotz der in der Öffentlichkeit bekannten Vorwürfe der Bilanzmanipulation – Wirecard jahrelang korrekte Bilanzen bescheinigt. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft und Ex-Vorstände sind auf der Flucht bzw. befinden sich in Untersuchungshaft.


WAS BEDEUTET DAS FÜR SIE ALS INVESTOR?

Nach unserer festen Überzeugung sind im Fall Wirecard mehrere Haftungsadressaten schadensersatzpflichtig. Geschädigten Anlegern bieten sich daher mehrere Möglichkeiten an, ihre Schadensersatzansprüche zu verfolgen.

Schadensersatzpflichtig ist nach unserem festen Dafürhalten einerseits die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY, welche seit 2009 die Jahresabschlüsse von Wirecard geprüft und trotz offenbar jahrelang gefälschter Bilanzen stets ein uneingeschränktes Testat erteilt hat. Wir sind davon überzeugt, dass die Wirtschaftsprüfer von EY durch unzureichende Ermittlungen ihre Aufgaben unzureichend und nachlässig erledigt sowie Angaben ins Blaue hinein gemacht haben. Die jahrelang uneingeschränkt erteilten Testate erweisen sich unseres Erachtens, auch vor dem Hintergrund der seit langer Zeit in der Öffentlichkeit erhobenen Vorwürfe gegenüber der Wirecard AG, als leichtfertig und gewissenlos.Wir sind daher der festen Überzeugung, dass EY gegenüber Anlegern auf Schadensersatz haftet. Eine entsprechende Klage haben wir am 30. Juni 2020 vor dem Landgericht München I bereits eingereicht und durch Stellung eines Musterverfahrensantrages die Einleitung eines Kapitalanleger-Musterverfahrens in die Wege geleitet.

Wir werfen zudem der BaFin vor, ihre Befugnisse missachtet und trotz zahlreicher Hinweise jahrelang nicht gegen die Wirecard AG wegen Marktmanipulation ermittelt zu haben, sowie andererseits aber jahrelang nur einseitig gegen kritisch berichtende Journalisten und Leerverkäufer vorgegangen zu sein. Darüber hinaus werfen wir der BaFin vor, unvollständig und irreführend gegenüber dem Kapitalmarkt kommuniziert zu haben. Die BaFin haftet unseres Erachtens daher gegenüber Investoren, und zwar wegen Amtsmissbrauchs.

Nach unserem festen Dafürhalten haftet auch die Wirecard AG selbst. Denn bei den Compliance-Mängeln bei Wirecard sowie der Bilanzmanipulation handelt es sich nach unserer Einschätzung um Insiderinformationen von erheblicher Kursrelevanz. Hierüber hätte Wirecard hätte unseres Erachtens den Kapitalmarkt unverzüglich und vollständig informieren müssen. Wesentliche Teile der Kapitalmarktkommunikation von Wirecard halten wir daher nach Maßgabe der einschlägigen Vorschriften zur Kapitalmarktpublizität für unvollständig sowie für unwahr. Vor dem Hintergrund der Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens ist allerdings nicht zu empfehlen, eine Klage gegen Wirecard zu klagen. Für deutlich sinnvoller halten wir es, Ansprüche im Rahmen des Insolvenzverfahrens anzumelden.

WAS KÖNNEN SIE KONKRET UNTERNEHMEN?

Kostenfrei können Sie von TILP erfahren, ob Sie zu dem Kreis derjenigen Investoren gehören, die einen Anspruch auf Schadensersatz haben.

TILP bietet Ihnen an, für Sie eine individuelle Beurteilung zu erstellen. Hierzu möchten wir Sie bitten, dass Sie uns die Wertpapierabrechnungen zu Ihren Transaktionen in Wirecard-Aktien (WKN: 747206 / ISIN: DE0007472060) oder Derivaten übermitteln, und zwar für Transaktionen ab dem 10. Juli 2012 bis einschließlich 25. Juni 2020. Achtung: Ansprüche auf Ersatz des Kursdifferenzschadens verlieren Sie nicht, wenn Sie Aktien von Wirecard verkaufen. Ein Anspruch auf Ersatz des Kursdifferenzschadens besteht fort, also unabhängig davon, ob man die Aktien weiterhin hält oder verkauft.

Nach Sichtung Ihrer Unterlagen werden wir auf der Grundlage der uns übermittelten Daten eine konkrete Handlungsempfehlung für Sie aussprechen sowie Ihnen auch weitere in Betracht kommende Handlungsalternativen aufzeigen.

Hierfür bitten wir Sie, sich zunächst mit Ihrem Namen und Ihrer E-Mail-Adresse sowie Ihrer Telefonnummer bei uns zu registrieren. Sofern Sie über eine Rechtsschutzversicherung verfügen, bieten wir Ihnen gerne an, diese um Deckungszusage zu ersuchen.

Dieser Service ist für Sie kostenfrei.

Vielen Dank.

UPDATES:


Update: 25.08.2020

Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Wirecard AG wurde nunmehr durch das Amtsgericht München am 25.08.2020 um 10:00 Uhr eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde (wie auch im vorläufigen Verfahren) Rechtsanwalt Dr. Jaffé bestellt.

Das Gericht fordert die Gläubiger auf, die Insolvenzforderungen bis zum 26.10.2020 schriftlich beim Insolvenzverwalter anzumelden.

Ebenfalls wurde ein Gläubigerausschuss eingesetzt. TILP-Rechtsanwalt Marvin Kewe gehört diesem an.

Anleger, welche sich bei uns bereits registriert haben, werden wir in den kommenden Tagen zu ihren individuellen Handlungsoptionen im Insolvenzverfahren informieren.

Den vollständigen Beschluss des Amtsgerichts München lesen Sie hier (PDF-Download).

Update 24.07.2020 – Pressemitteilung:
Wirecard-BaFin-Skandal: TILP hat Amtshaftungsklage gegen die BaFin eingereicht wegen jahrelangem Amtsmissbrauch im Fall Wirecard – Antrag auf Einleitung eines KapMuG-Musterverfahrens vor dem Oberlandesgericht Frankfurt gestellt.

Am gestrigen Abend hat die Tübinger TILP Rechtsanwaltsgesellschaft mbH (TILP) die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vor dem allein zuständigen Landgericht (LG) Frankfurt am Main auf Schadenersatz verklagt. Der Klagvorwurf lautet auf jahrelangen Amtsmissbrauch der BaFin im Fall Wirecard. Begründet wird der Amtsmissbrauch damit, dass die BaFin zumindest leichtfertig ihre gesetzlichen Pflichten zum einen zur Aufklärung, Verhinderung und Anzeige von Marktmanipulationen der Wirecard AG und zum anderen zur richtigen, vollständigen und nicht irreführenden Information der Öffentlichkeit und des Kapitalmarktes verletzt hat.

Lesen Sie unsere Pressemitteilung hier.

Update 30.06.2020 – Pressemitteilung:

Weichenstellung im Wirecard-Bilanzskandal: Klagen wegen vorsätzlichen Bilanzfälschungsdelikten gegen Wirtschaftsprüfer Ernst & Young und (Ex-)Vorstandsmitglieder der Wirecard AG eingereicht.

Am heutigen Dienstag hat die Tübinger TILP Rechtsanwaltsgesellschaft mbH (TILP) das von ihr initiierte Musterverfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) gegen die Wirecard AG (Wirecard) auf weitere Haftungsgegner ausgeweitet. Vor dem Landgericht (LG) München I hat sie die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (EY), den Ex-Vorstandsvorsitzenden von Wirecard, Dr. Markus Braun, deren Ex-COO Jan Marsalek und den amtierenden CFO Alexander von Knoop wegen vorsätzlichen Bilanzfälschungsdelikten auf Schadenersatz verklagt (Az. 3 O 5875/20).

Lesen Sie unsere Pressemitteilung hier.

Update 25.06.2020:
Wirecard AG stellt Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens

Der Vorstand der Wirecard AG hat heute einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht München wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung gestellt. Wir bitten Sie, sich weiterhin bei uns zu registrieren. Darüber hinaus besteht für Sie aktuell kein Handlungsbedarf. Bitte warten Sie ab, bis Sie von uns weitere Informationen erhalten.

Ihre Ansprüche gegen die Wirecard AG können wir für Sie auch in der Insolvenz verfolgen, indem wir diese dann als Insolvenzforderungen geltend machen. Neben der Wirecard AG bestehen weitere Haftungsgegner. Wir weiten das von uns schon vor Wochen eingeleitete Musterverfahren auf weitere Haftungsgegner aus. Dies sind insbesondere die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young sowie die Ex-Vorstände Braun und Marsalek und das Vorstandsmitglied von Knoop.

Wir werden Sie über die weiteren Entwicklungen und den Fortgang unseres Musterverfahrens informiert halten. Aktuell haben sich bereits über 12.000 Wirecard-Geschädigte bei uns registriert. Damit sind wir in der Lage, eine Masse von Geschädigten optimal zu bündeln, um damit maximalen Druck auf die Verantwortlichen auszuüben und diese zur Rechenschaft zu ziehen. Dies optimiert die Chancen auf Schadensersatz der von uns vertretenen Mandanten.

Update 23.06.2020:

Angesichts der Entwicklungen und Erkenntnisse der letzten Tage werden wir das Musterverfahren auf zusätzliche geeignete Haftungsgegner wie beispielsweise die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ausweiten, sobald und soweit wir dies zum Zwecke der Schadenskompensation als für unsere Mandanten vorteilhaft erachten. Es zeichnet sich ab, dass es rechtlich und wirtschaftlich sinnvoll erscheinen könnte, Schadensersatzforderungen nicht nur gegen die Wirecard AG zu richten, sondern auch gegen weitere Personen bzw. Unternehmen. Im Rahmen einer internationalen Anwaltskooperation haben wir uns bereits seit über einem Jahr auf die jetzige Situation vorbereitet und Informationen zusammengetragen, gerade auch was potentielle weitere Haftungsgegner betrifft.

Update 18.06.2020:
Nach Ad-hoc-Mitteilung zum verschobenen Wirecard-Geschäftsbericht: TILP sieht weitere erhebliche Verstöße gegen das Kapitalmarktrecht und plant Erweiterung des Musterverfahrens zum Wirecard-Bilanzskandal. Lesen Sie unsere Pressemitteilung hier.
Update 13.05.2020
Am gestrigen Tage hat TILP die erste deutsche Anlegerklage gegen die Wirecard AG eingereicht. Lesen Sie unsere Pressemitteilung hier.

FAQ

Antworten auf häufig gestellte Fragen


1Auf welche Weise können geschädigte Anleger Geld zurück erhalten?
Geschädigte Anleger können und sollten ihre Schadenersatzansprüche als Forderungen zur Insolvenztabelle anmelden; des Weiteren stehen geschädigten Anlegern verschiedene Haftungsgegner zur Verfügung, um Schadensersatz zu erlangen. Grundsätzlich sind also zwei Säulen der Verfolgung von Ansprüchen zu unterscheiden:

Erstens bietet TILP Anlegern an, ihre Forderungen im Insolvenzverfahren der Wirecard AG zu verfolgen. Näheres hierzu finden Sie unter dem Punkt „Fragen zum Insolvenzverfahren“.

Zweitens können Anleger ihre Schadensersatzansprüche im Zivilprozess verfolgen und sich den Musterverfahren gegen andere Haftungsgegner anschließen, so insbesondere – aber nicht nur – gegen die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (EY) und gegen die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Näheres hierzu finden Sie unter „Fragen zu den Musterverfahren“.
2Wer ist anspruchsberechtigt?
Anspruchsberechtigt sind nach unserer festen Überzeugung Anleger, welche im Zeitraum vom 24. Februar 2016 bis 18. Juni 2020 (jeweils einschließlich) Wirecard-Finanzinstrumente erworben haben, also Aktien und Anleihen der Wirecard AG oder Derivate auf Wirecard-Aktien. Diese Anleger haben nach unserer festen Überzeugung einen Anspruch auf Schadensersatz, und zwar gegen mehrere Haftungsgegner.
3Wer sind die Haftungsgegner?
Geschädigte Anleger können und sollten ihre Ansprüche sowohl gerichtlich gegen mehrere Haftungsgegner als auch im Insolvenzverfahren der Wirecard AG verfolgen. Im Folgenden erklären wir, gegen wen und auf welchem Weg Ansprüche geltend gemacht werden können.

Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Vor dem Landgericht (LG) München I hat TILP in einem Pilotverfahren die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (EY) auf Schadenersatz verklagt und zugleich einen Antrag auf Durchführung eines Kapitalanleger-Musterverfahrens gestellt (Az. 3 O 5875/20). EY war der Wirtschaftsprüfer der Wirecard AG und gehört zu den unserer Ansicht nach zentralen Verantwortlichen und erfolgsversprechenden Haftungsgegnern.

Wir werfen EY vor, durch unzureichende Ermittlungen ihre Aufgaben jahrelang nachlässig erledigt und Angaben ins Blaue hinein gemacht zu haben. Die jahrelang uneingeschränkt erteilten Testate halten wir für leichtfertig falsch und nicht vertretbar. Dadurch wurde der jahrelange Betrug durch die Wirecard AG erst möglich. Vor diesem Hintergrund haftet EY geschädigten  Anlegern unseres Erachtens deliktisch, u.a. auf Grundlage des § 826 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung sowie wegen Beihilfe zu kapitalmarktrechtlichen Pflichtverletzungen der Wirecard AG. Wir werfen EY u. a. konkret vor, dass Treuhandguthaben gar nicht erst hätten bilanziert werden dürfen. Auch die angebliche Existenz diverser Konten und die Höhe der sich darauf angeblich befindlichen Guthaben wurde unseres Erachtens von EY ebenfalls nicht ordnungsgemäß überprüft. Darüber hinaus sind wir der Meinung, dass Guthaben aus und im Zusammenhang mit dem sogenannten TPA-Geschäft bei gedachter Unterstellung ihrer Existenz nicht als Zahlungsmitteläquivalente hätten dargestellt werden dürfen.

In vielen Medienberichten wird im Zusammenhang mit der Haftung der Wirtschaftsprüfer mit Verweis auf § 323 des Handelsgesetzbuches (HGB) deren gesetzliche Haftungsbeschränkung in Höhe von 4 Millionen EUR erwähnt Diese Berichte sind missverständlich, denn die Haftungsbeschränkung des Wirtschaftsprüfers gilt nur im Verhältnis des Wirtschaftsprüfers (EY) zu dem geprüften Unternehmen (Wirecard AG) und mit diesem verbundenen Unternehmen. Die Haftung des Wirtschaftsprüfers gegenüber den geschädigten Anlegern ist dagegen unbeschränkt.

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
Vor dem Landgericht (LG) Frankfurt am Main hat TILP in einem Pilotverfahren die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) auf Schadenersatz verklagt und zugleich einen Antrag auf Durchführung eines Kapitalanleger-Musterverfahrens gestellt (Az. 2-4 O 264/20). Die BaFin ist unseres Erachtens ebenfalls  ein erfolgsversprechender Haftungsgegner.

Gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht bestehen nach unserer festen Überzeugung Schadensersatzansprüche für Erwerbe von Finanzinstrumenten ab dem 18. Februar 2019 bis 18. Juni 2020. Diese Schadensperiode ist damit deutlich kürzer als bei anderen Haftungsgegnern. Wir werfen der BaFin vor, ihre Befugnisse missachtet und trotz zahlreicher Hinweise jahrelang nicht gegen die Wirecard AG wegen Marktmanipulation ermittelt zu haben, vielmehr über die Jahre hinweg nur einseitig gegen kritisch berichtende Journalisten und Leerverkäufer vorgegangen zu sein. Darüber hinaus werfen wir der BaFin vor, unvollständig und irreführend gegenüber dem Kapitalmarkt kommuniziert zu haben. Die BaFin haftet deshalb unseres Erachtens gegenüber geschädigten Anlegern aufgrund der in der Rechtsprechung anerkannten Haftungsfallgruppe des Amtsmissbrauchs, für welchen leichtfertiges Handeln der Behörde ausreicht.

In manchen Medienberichten heißt es, dass die Regelung in § 4 Abs. 4 des Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetzes (FinDAG), wonach die BaFin nur im öffentlichen Interesse handelt, eine Haftung für Fehlverhalten der BaFin ausschließe. Dies ist in dieser generellen Aussage aber nicht richtig, da höchstrichterlich anerkannt ist, dass diese Regelung bei Amtsmissbrauch nicht greift.

Wirecard AG
Ein Vorgehen gegen die Wirecard AG selbst erachten wir angesichts des Insolvenzverfahrens nicht für zielführend. Klagen gegen die Wirecard AG werden infolge des Insolvenzverfahrens zwingend unterbrochen. Wir raten daher geschädigten Anlegern davon ab, eine Klage gegen die Wirecard AG einzuleiten. Stattdessen besteht die Möglichkeit, die Schadensersatzansprüche gegenüber der Wirecard AG als Forderungen zu der Insolvenztabelle anzumelden, um die Chance zu wahren, hieraus einen Teil seines Schadens ersetzt zu erhalten. Hierbei sind wir gerne behilflich. Näheres erfahren Sie unter dem Punkt „Fragen zum Insolvenzverfahren“.

In einigen Medienberichten liest man, dass Ansprüche von Aktionären als Mitinhaber eines Aktienunternehmens in der Insolvenz „ganz an letzter Stelle“ stünden, und nachrangig seien. Darum geht es im vorliegenden Fall aber nicht, da Aktionären in ihrer Eigenschaft als Anleger (nicht also in ihrer gesellschaftsrechtlichen Eigenschaft als Mitinhaber des Unternehmens) kapitalmarktrechtliche Ansprüche zustehen, welche gleichrangig neben den Ansprüchen sonstiger Gläubiger stehen, vgl. §§ 38, 39 der Insolvenzordnung (InsO).

Vorstand und Aufsichtsrat der Wirecard AG
Unseres Erachtens haben geschädigte Anleger zudem Ansprüche gegen Ex-Vorstandsmitglieder der Wirecard AG, so insbesondere – aber nicht nur – gegen Dr. Markus Braun und Jan Marsalek. Des Weiteren kommen auch Ansprüche gegen Aufsichtsratsmitglieder in Betracht. Wir raten derzeit allerdings unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten Anlegern grundsätzlich davon ab, die vorgenannten Haftungsgegner zu verklagen.

Weitere Haftungsgegner
Weitere potentielle Haftungsgegner untersuchen wir fortlaufend. Soweit wir entsprechende Maßnahmen gegen eine oder mehrere zusätzliche potentielle Haftungsgegner für zweckmäßig und zielführend erachten, werden wir auch gegen diese rechtliche Schritte einleiten.
4Fragen zu den Musterverfahren:
Wie viele Musterverfahren gibt es?
TILP hat sowohl in München als auch in Frankfurt am Main Musterverfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) eingeleitet. Das beantragte Musterverfahren in München dreht sich im Kern um die Haftung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young. Dieses Musterverfahren nennen wir daher das „EY-Musterverfahren“. Daneben hat TILP einen Musterverfahrensantrag in Frankfurt am Main gestellt, gerichtet auf ein Musterverfahren gegen die BaFin. Dieses Musterverfahren nennen wir das „BaFin-Musterverfahren“.

Der Hintergrund für die Aufspaltung in zwei Musterverfahren ist, dass die BaFin aus zwingenden rechtlichen Gründen auf Grundlage der von uns erhobenen Vorwürfe nicht Musterbeklagte in dem Musterverfahren in München werden kann. Aus diesem Grund haben wir ein zweites Musterverfahren in Frankfurt am Main allein gegen die BaFin eingeleitet. Das EY-Musterverfahren kommt nach unserer Einschätzung sicher zustande, während das BaFin-Musterverfahren das Erste seiner Art wäre und es daher unsicher ist, ob das Gericht unserem Antrag entsprechen wird. Für das Zustandekommen des BaFin-Musterverfahrens setzen wir uns entschieden ein. Denn für Anleger gilt: Musterverfahren führen zu einer deutlichen Senkung der Kosten der Rechtsverfolgung und bieten eine deutlich höhere Erfolgswahrscheinlichkeit. Daher setzen wir uns für Musterverfahren ein, hierauf ist TILP spezialisiert.

Sollte das Frankfurter Gericht kein Musterverfahren zulassen, werden die Klagen gegen die BaFin trotzdem weitergeführt, dann im normalen Zivilprozess.

Wie läuft ein Kapitalanleger-Musterverfahren ab?
Der Zweck eines Kapitalanleger-Musterverfahrens ist es, dass geschädigte Anleger ihre Ansprüche kostengünstig und gemeinsam in einem speziellen Musterverfahren verfolgen können und die zentralen Sach- und Rechtsfragen in einem einheitlichen Verfahren verbindlich für alle Parteien geklärt werden. Diese Verfahrenskonzentration erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit für die Klägerseite deutlich und senkt zudem die Kosten ganz erheblich. Ein Musterverfahren beinhaltet dabei mehrere Stufen. Wer als Beteiligter teilnehmen möchte, muss zunächst eine eigene Klage (als Einzelklage oder zusammen mit anderen Geschädigten als sogenannte „Sammelklage“) vor dem jeweils zuständigen Landgericht erheben. Soweit – wie von TILP bereits veranlasst – in diesen Klagen zulässige Musterverfahrensanträge gestellt werden, hat das Landgericht diese zunächst öffentlich bekannt zu machen. Im Anschluss daran ist auf Basis der Musterverfahrensanträge ein Vorlagebeschluss zu erlassen. Den Inhalt eines Vorlagebeschlusses bilden vor allem sogenannte Feststellungsziele, hier also Fragen zur Sach- und Rechtslage im Fall Wirecard. Dieser Vorlagebeschluss stellt quasi das „Arbeitsprogramm“ für das Musterverfahren dar, welches anschließend vor dem übergeordneten Oberlandesgericht durchgeführt wird. Die Klagen sämtlicher klagenden Anleger sind sodann auf dieses Musterverfahren hin auszusetzen. Auf diese Weise wird jeder Kläger ein Beteiligter des Musterverfahrens. Die Anleger kämpfen im Musterverfahren dann gemeinsam gegen die Musterbeklagten für ihre eigenen Rechte. Aus dem Kreis der Kläger wird dabei ein sogenannter Musterkläger gewählt. Hierbei handelt es sich häufig um einen institutionellen Investor. Vor diesem Hintergrund kommt es in einem Musterverfahren faktisch zu einem Schulterschluss zwischen Kleinanlegern und institutionellen Investoren. Das Musterverfahren endet dann mit einem sogenannten Musterentscheid, der vom Bundesgerichtshof höchstrichterlich überprüft werden kann, soweit die Parteien das Verfahren nicht einvernehmlich beenden, indem sie einen Vergleich schließen. Die im Musterentscheid getroffenen Feststellungen entfalten dann Bindungswirkung gegenüber den Musterbeklagten und auch allen Anlegern, welche auf der Klägerseite des Musterverfahrens beteiligt sind. Die  individuellen Klagen  der Anleger werden dann jeweils auf dieser bindenden Basis vom Landgericht entschieden.

Kurzum: Die wesentlichen Sach- und Rechtsfragen werden im Musterverfahren mit einem Schlag für sämtliche Beteiligte bindend erledigt.

Wer sind die Beklagten in dem „EY-Musterverfahren“ und wie lauten die Vorwürfe?
Unser zunächst nur gegen die Wirecard AG initiiertes Pilotverfahren vor dem Landgericht München I, die deutschlandweit erste Investorenklage gegen Wirecard, haben wir zur rechten Zeit auf die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (EY) und (Ex-)Wirecard-Vorstände erweitert. Denn EY hat nach unserer festen Überzeugung in erheblichem Maße gegen Prüfungspflichten verstoßen und sich aus diesem Grund gegenüber geschädigten Anlegern schadensersatzpflichtig gemacht. Die Klage gegen Ex-Vorstände stützen wir auf den Vorwurf der vorsätzlichen Begehung von Bilanzfälschungsdelikten. Nach Erlass des Vorlagebeschlusses durch das Landgericht München I erwarten wir den Beginn des Musterverfahrens vor dem Bayerischen Obersten Landesgericht. Zusätzliche Informationen finden Sie auch unter dem Punkt „Wer sind die Haftungsgegner?“

Wer sind die Beklagten in dem „BaFin-Musterverfahren“ und wie lauten die Vorwürfe?
Wir haben vor dem Landgericht Frankfurt am Main den Ersten Musterverfahrensantrag auf Einleitung eines Musterverfahrens gegen die BaFin gestellt. Musterbeklagte wird in diesem Verfahren ausschließlich die BaFin sein. Eine Zusammenführung dieses Verfahrens mit dem EY-Musterverfahren kommt aus rechtlichen Gründen nicht in Betracht. Wenn es auch zu diesem Musterverfahren kommt, was offen ist, wird dieses parallel zu dem EY-Musterverfahren geführt. Unser Klagvorwurf gegenüber der BaFin lautet auf jahrelangen Amtsmissbrauch im Fall Wirecard. Begründet haben wir den Amtsmissbrauch damit, dass die BaFin zumindest leichtfertig ihre gesetzlichen Pflichten sowohl zur Aufklärung, Verhinderung und Anzeige von Marktmanipulationen durch Wirecard als auch zur richtigen und vollständigen Information der Öffentlichkeit und des Kapitalmarktes verletzt hat, was nach unserer festen Überzeugung jeweils eine Amtshaftung nach § 839 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) begründet. Diese Klage hat TILP mit einem Antrag auf Durchführung eines Musterverfahrens verbunden. Die Klage gegen die BaFin haben wir aus Gründen der gerichtlichen Zuständigkeit in Frankfurt am Main eingereicht. Zusätzliche Informationen finden Sie auch unter dem Punkt „Wer sind die Haftungsgegner?“.

Wird die Wirecard AG auch Musterbeklagte sein?
Nein. Die Wirecard AG selbst wird infolge des Insolvenzverfahrens nicht Musterbeklagte sein, also weder in dem „EY-Musterverfahren“, noch in dem „BaFin-Musterverfahren“. Aufgrund des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Wirecard AG raten wir sowohl aus rechtlichen als auch aus wirtschaftlichen Erwägungen Anlegern ausdrücklich davon ab, gegen die Wirecard AG zu klagen. Ansprüche gegen Wirecard sollten geschädigte Anleger vielmehr im Insolvenzverfahren verfolgen. Dies ist zweckmäßig und kostengünstig. Wir helfen Ihnen gerne bei der Verfolgung Ihrer Ansprüche im Insolvenzverfahren. Näheres hierzu erfahren Sie unter der Überschrift „Insolvenzverfahren der Wirecard AG“.
5Fragen zum Insolvenzverfahren der Wirecard AG.
Das Amtsgericht München hat am 25. August 2020 unter dem Az. 1542 IN 1308/20 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Wirecard AG eröffnet. Somit können Anleger ihre Schadensersatzforderungen im Insolvenzverfahren geltend machen. Der Insolvenzverwalter hat zur Anmeldung eine Frist bis zum 26. Oktober 2020 bestimmt. Bei dieser Frist handelt es sich nicht um eine sogenannte Ausschlussfrist. Anmeldungen sind auch danach weiterhin möglich.

» Lohnt es sich überhaupt, seine Forderungen im Insolvenzverfahren anzumelden?
Wir meinen ja, trotz der hohen Überschuldungssituation der Wirecard AG. Denn die unbesicherten kreditgebenden Banken sind mit den geschädigten Anlegern gleichrangige Gläubiger.

Auch wenn eine genaue Bezifferung der Schadenskompensation derzeit naturgemäß nicht möglich ist, halten wir es für realistisch, dass eine quotale Erfüllung Ihrer Schadensersatzforderungen in einem zweistelligen Prozentbereich erreicht werden kann.

Angesichts einiger missverständlicher und zum Teil auch falscher Medienberichte möchten wir zunächst klarstellen, dass die Schadensersatzforderungen der geschädigten Anleger, die der Insolvenzverwalter in die Insolvenztabelle aufnimmt, gleichrangig neben den weiteren Insolvenzforderungen stehen und nicht etwa nur nachrangig bedient werden. Wenn also Auszahlungen an die Insolvenzgläubiger erfolgen, werden diese Schadensersatzforderungen ebenso quotal bedient, wie alle anderen Insolvenzforderungen, etwa diejenigen der Banken, welche unbesicherte Kredite an die Wirecard AG ausgereicht haben.

Die Höhe der quotalen Auszahlungen hängt dann einerseits von der Gesamthöhe der Forderungen ab, die als Insolvenzforderungen geltend gemacht und anerkannt werden und andererseits von der Größe der Insolvenzmasse, die zur Verteilung stehen wird.

» Benötigt man einen Anwalt, um die Forderung im Insolvenzverfahren geltend zu machen?
Grundsätzlich nein. Sie könnten diese Anmeldung auch selbst vornehmen. Jedoch muss die angemeldete Forderung sorgfältig begründet werden. Die Anforderungen an diese Begründung ähneln den Anforderungen an eine Klageschrift, so dass wir dringend empfehlen, hiermit einen Rechtsanwalt zu beauftragen, damit Sie Ihre Chance erhöhen, dass Ihre Forderungen vom Insolvenzverwalter anerkannt werden. Dies gilt auch für die schlüssige Berechnung der Forderungshöhe einschließlich des sogenannten Kursdifferenzschadens.
6Was benötigt TILP zur kostenfreien Schadensberechnung?
Für die kostenfreie Berechnung Ihres Kursdifferenzschadens als auch Ihres Transaktionsschadens bitten wir Sie darum, sich zunächst bei uns über das Kontaktformular zu registrieren. Im Anschluss daran senden wir Ihnen weitere Informationen wie auch eine Tabelle zu, welche Sie bitte nach unseren Maßgaben auszufüllen und zurück senden. Auf dieser Grundlage berechnen wir Ihnen kostenfrei Ihre Schäden. Soweit Sie sich dann entschließen sollten, Ihre Ansprüche mit uns zu verfolgen, benötigen wir von Ihnen die Kauf- und Verkaufsbelege zu Ihren Transaktionen. Sämtliche Einzelheiten zu alledem erfahren Sie nach Ihrer Registrierung bei uns.
7Was sind die Kosten und gibt es eine Prozessfinanzierung?
Wie hoch sind die Kosten für die Beauftragung von TILP?
Pauschal lässt sich dies nicht beziffern. Die exakten Kosten für Sie hängen u.a. davon ab, welche Maßnahmen Sie exakt treffen möchten und wie hoch Ihr individueller Streitwert ist. Gerne berechnen wir Ihre Schäden kostenfrei und teilen Ihnen im Anschluss mit, welche sinnvollen Maßnahmen Ihnen zur Verfügung stehen und welche Kosten mit welcher Maßnahme für Sie verbunden sind.

Wann werden Kosten fällig?
Kosten entstehen Ihnen erst, wenn Sie unsere Kanzlei schriftlich beauftragt haben, Ihre Rechte für Sie wahrzunehmen. Wir teilen Ihnen selbstverständlich im Vorhinein die Kosten für die jeweilige Maßnahme mit und Sie können sich dann final entscheiden, ob Sie Ihre Ansprüche geltend machen möchten oder nicht. Sowohl unsere Prüfung Ihrer Ansprüche als auch die Berechnung Ihrer Schäden sowie – falls eine Rechtsschutzversicherung vorhanden ist – die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung tätigen wir für Sie kostenfrei.

Besteht die Möglichkeit einer Prozessfinanzierung auf Erfolgsbasis?
Ja. TILP arbeitet im Wirecard-Bilanzskandal exklusiv mit Therium (https://www.therium.com/) als Prozessfinanzierer zusammen. In geeigneten Fällen bietet Therium geschädigten Anlegern, die sich bei TILP registriert haben, gerne und exklusiv eine Prozessfinanzierung auf Erfolgsbasis an, und zwar gegen die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. D.h., der geschädigte Anleger trägt keinerlei Kosten für die Rechtsverfolgung. Im Gegenzug muss der Anleger aber bei Erhalt einer Kompensationszahlung einen Teil seines Erlöses an den Prozessfinanzierer abgeben. Das Vorgehen gegen EY wird Therium im Rahmen des Musterverfahrens nach dem KapMuG gegen eine Erlösbeteiligung von 20% finanzieren. Dabei übernimmt Therium die erforderlichen Kosten (Rechtsanwalts- und Gerichtskosten) und erhält im Gegenzug im Falle des Erfolgs (und nur dann) nach Abzug dieser Kosten eine Erlösbeteiligung von 20 %, in der eine eventuell anfallende Umsatzsteuer bereits enthalten ist.

Eine Finanzierung des Vorgehens gegen die BaFin zieht Therium ebenfalls in Betracht, hierzu liegt uns aber noch keine Entscheidung vor.

Eine Finanzierung der Vertretung im Insolvenzverfahren über das Vermögen der Wirecard AG bietet Therium dagegen nicht an.

Zu weiteren Einzelheiten werden wir unsere Mandanten und die bei uns Registrierten informiert halten.
8Welche Arten von Schäden existieren und wie werden die Schäden berechnet?
Für Erwerbe innerhalb welches Zeitraums bestehen Schadensersatzansprüche?
Erwerber von Wirecard-Finanzinstrumenten im Zeitraum vom 24. Februar 2016 bis 18. Juni 2020 (jeweils einschließlich) haben nach unserer festen Überzeugung einen Anspruch auf Schadensersatz.

Ich habe vor dem 24.Februar 2016 gekauft. Kann ich auch Schadensersatz geltend machen?
Derzeit sehen wir für Schäden aus Transaktionen, welche vor dem 24. Februar 2016 getätigt wurden, keine hinreichende Aussicht auf Erfolg. Wir können allerdings nicht ausschließen, dass sich dies noch ändert. Vor diesem Hintergrund nehmen wir gerne Belege zu Transaktionen ab dem aus unserer Sicht rechtlich frühesten sinnvollen Datum, dem 10. Juli 2012 entgegen.

Ich habe nach dem KPMG-Bericht vom 27. April 2020 Wirecard-Finanzinstrumente gekauft. Kann ich ebenfalls Schadensersatz geltend machen?
Ja. Auch Transaktionen nach dem 27. April 2020 berechtigen nach unserer festen Überzeugung zum Schadensersatz, falls die Erwerbe bis 18. Juni 2020, 10:43:00 Uhr erfolgt sind.

Ich habe nach dem 18. Juni 2020 gekauft. Habe ich einen Anspruch auf Schadensersatz?
Nach unserer festen Überzeugung bestehen Schadensersatzansprüche aus Erwerben bis zum 18. Juni 2020, 10:43:00 Uhr. Aus späteren Erwerben kann dagegen kein Anspruch mehr abgeleitet werden. Hintergrund ist, dass der Kapitalmarkt am Vormittag des 18. Juni 2020 darüber in Kenntnis gesetzt wurde, dass die Wirecard AG kein Testat erhält und der Verbleib von 1,9 Milliarden Euro auf philippinischen Treuhandkonten unklar ist, weshalb die Wirecard-Aktie in der Folge massiv einbrach. Die Bilanzmanipulationen wurden zu diesem Zeitpunkt dem Grunde nach öffentlich bekannt.

Welche Arten von Anlegerschäden existieren?
Es gibt grundsätzlich zwei Schadenskategorien. Die eine  ist der Kursdifferenzschaden (KDS). Auf Basis des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) ist der KDS rechtlich besonders einfach geltend zu machen. Alternativ zum oder neben dem KDS kann auch der der sogenannte Transaktionsschaden (TAS) gefordert werden.

Was ist der Kursdifferenzschaden?
Der von uns berechnete KDS für eine innerhalb der Desinformationsphase „zu teuer“ erworbene Wirecard-Aktie beläuft sich je nach Transaktion auf 13% bis maximal 85% des jeweiligen Erwerbspreis, was davon abhängt, in welcher der mehreren „Schadensperioden“ Sie gekauft haben. Die konkrete Berechnung nehmen wir gerne kostenfrei für Sie vor.

Der KDS wird unabhängig davon gewährt, ob die Aktie zu einem höheren oder niedrigeren Preis als zum Erwerbspreis verkauft wurde und auch unabhängig davon, ob ein Buchschaden existiert. Entscheidend ist nur, dass die Aktie zu bestimmten Zeitpunkten von Ihnen gehalten wurde. Per heute ist es nicht mehr erforderlich, dass Sie die Aktie halten.

Was ist der Transaktionsschaden?
Alternativ zum oder neben dem KDS kann auch der der sogenannte Transaktionsschaden (TAS) gefordert werden. Dies bedeutet, man erhält die Differenz aus dem Kauf- und Verkaufspreis des Wirecard-Finanzinstrumentes erstattet. Die Voraussetzung hierfür ist im Gegensatz zum KDS, dass ein tatsächlicher (Buch-)Verlust eingetreten ist. Für den TAS ist es unerheblich, ob und wann die Papiere verkauft wurden Entscheidend ist allein, dass diese in dem Zeitraum vom 24. Februar 2016 bis 18. Juni 2020 gekauft worden sind.
9Kann ich meine Wertpapiere verkaufen, wenn ich mich an einem Musterverfahren beteilige?
Ja, Sie sind weiterhin frei in Ihrem Anlageverhalten. Gegebenenfalls benötigen wir dann lediglich Ihre Information, dass Sie verkauft haben.
10Fragen zum Thema Rechtsschutzversicherung
Übernimmt meine Rechtsschutzversicherung die Kosten der Rechtsverfolgung?
Aufgrund der unterschiedlichen Ausgestaltung der Rechtsschutzbedingungen bedarf dies einer exakten Überprüfung im Einzelfall. Gerne richten wir für Sie zunächst eine entsprechende Deckungsanfrage kostenfrei an Ihre Versicherung. Dabei stehen die Chancen grundsätzlich gut. Die meisten Rechtsschutzversicherer zeigen sich uns gegenüber im Schadensfall Wirecard sehr kooperativ und stehen ihren Versicherten zur Seite. Für viele unserer Mandanten haben wir bereits erfolgreich Deckungszusagen eingeholt, und zwar sowohl für die Vertretung im Insolvenzverfahren, als auch für Klagen gegen EY und die BaFin. Bitte haben Sie allerdings Verständnis dafür, dass die Beantwortung durch Ihre Rechtsschutzversicherung gleichwohl einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Gerade um die Abläufe zu Gunsten aller Beteiligten zu vereinfachen und zu beschleunigen, arbeiten wir derzeit mit den meisten Rechtsschutzversicherern auf höherer Entscheidungsebene an Lösungen für unsere jeweiligen Gruppen von geschädigten Versicherten.

Wie lange dauert es, bis ich weiß, ob meine Rechtsschutzversicherung die Kosten übernehmen wird?
Wir befinden uns mit den verschiedenen Rechtsschutzversicherern in Gesprächen, um für sämtliche von TILP vertretenen Mandanten sinnvolle Lösungen zu erzielen. Wann wir in Ihrem konkreten Fall eine Deckungszusage oder -absage erhalten, lässt sich nicht pauschal beantworten. Wir bitten Sie dafür um Geduld, dass dies einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Sobald wir eine Zu- oder Absage in Ihrem Fall erhalten, kommen wir unaufgefordert auf Sie zu.

Meine Rechtsschutzversicherung sagt, es gebe von TILP noch keine Deckungsanfrage in meinem Fall. Stimmt das?
In fast allen Fällen: Nein, das stimmt so nicht. Gerade weil die herkömmlichen Abläufe für viele Beteiligte unbefriedigend und langwierig sein können, stehen wir in sehr engem Kontakt zu den Rechtsschutzversicherern und vereinbaren mit diesen diverse Arbeitsabläufe auf höherer Entscheidungsebene, unabhängig vom Einzelfall. Wir regeln dabei die näheren Abläufe für zuvor definierte Gruppen von betroffenen Anlegern. Dies ist im Interesse aller Beteiligten. Dies führt aber auch dazu, dass einige unserer Deckungsanfragen unter Umständen innerhalb des Versicherers noch nicht zu einzelnen Betroffenen „vermerkt“ sind, weil wir nicht für einzelne Geschädigte, sondern für Gruppen von Geschädigten die Abläufe vereinbaren und dann erst im Anschluss auf dieser Basis die konkrete Deckungszusage erteilt wird.

ÜBER UNS:

TILP Rechtsanwälte

Wegbereiter für Investorenrechte


TILP Rechtsanwaltsgesellschaft mbH (TILP) ist eine der führenden und erfahrensten deutschen Kanzleien im Bank-, Kapitalanlage- und Kapitalmarktrecht. TILP engagiert sich seit 1994 konsequent, effektiv und ausschließlich für die Interessen von Investoren und Anlegern. In vielen großen Wirtschaftsverfahren vertritt TILP private und institutionelle Investoren, Family Offices und auch öffentliche Einrichtungen der Verwaltung. Diese Einschätzung teilen Medien und Wettbewerber gleichermaßen: Seit vielen Jahren wird TILP durchgängig zur hiesigen absoluten Marktspitze im Bank- und Kapitalmarktrecht gezählt. Der Nomos Verlag nennt TILP im Handbuch Kanzleien in Deutschland 2014 „die führende Kapitalmarktrechtskanzlei". Das Handbuch Wirtschaftskanzleien des maßgeblichen Branchenmediums JUVE zählt TILP seit über 15 Jahren zur absoluten Spitzengruppe der führenden Kanzleien auf dem Gebiet der Kapitalanlageprozesse. Nach Publikationen von JUVE ist TILP "eine der führenden Kanzleien in der Vertretung sowohl institutioneller als auch privater Investoren in bank- und kapitalmarktrechtlichen Fragen, die seit Jahren zu den ersten Adressen gehört und das Rechtsgebiet entscheidend geprägt hat", Wettbewerber bescheinigen ihr eine Art "Vorbildfunktion und hohe fachliche Kompetenz".

TILP hat inzwischen über 200 Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (BGH) sowie des Bundesverfassungsgerichts von grundsätzlicher Bedeutung für Anlegerrechte in Deutschland herbeigeführt.

TILP verfügt über ausgewiesene Expertise und Praxis im nationalen und internationalen kollektiven Rechtsschutz. National gilt das insbesondere in sogenannten Musterverfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz. Bei dessen Reform im Jahr 2012 war der Kanzleigründer Andreas Tilp einer der neun Sachverständigen des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages. TILP hat beispielsweise im Oktober 2014 für den Musterkläger vor dem BGH den KapMuG-Fall DT 3 gegen die Deutsche Telekom AG gewonnen und siegte im Dezember 2014 für den Musterkläger vor dem Oberlandesgericht (OLG) München im KapMuG-Verfahren gegen die Hypo Real Estate Holding AG (HRE). In Anbetracht dieser Erfolge bezeichnete die Frankfurter Allgemeine Zeitung Andreas Tilp als „Mister KapMuG“.

Andreas Tilp war u.a. Sachverständiger der Regierungskommission Corporate Governance sowie mehrfach Sachverständiger des Deutschen Bundestages, beispielsweise zum Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz, zum AIFM-Umsetzungsgesetz und zum Ersten Finanzmarktnovellierungsgesetz.

Die Schwesterkanzlei von TILP, die TILP Litigation Rechtsanwaltsgesellschaft mbH (TILP Litigation), führt in Deutschland auf dem Gebiet des Kapitalmarktrechtes diverse Klageverfahren im Milliardenbereich vornehmlich für institutionelle Investoren. Aktuell vertritt TILP Litigation u.a. die Musterklägerin in dem KapMuG-Musterverfahren vor dem OLG Braunschweig wegen der VW-Anlegerklagen in Sachen Volkswagen Dieselgate.